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Abb.: Tastmodell der Alten Mainbrücke in Würzburg für Blinde und Sehbehinderte


Blindenhilfsmittel

Wie Orientierung, Kommunikation und Arbeit trotz Blindheit möglich sind, erfahren Sie in diesem Bereich der Ausstellung.


Bei einer starken Sehstörung oder Blindheit ist die Orientierung im Raum sehr erschwert. Die anderen Sinnesorgane Hörvermögen, Tastsinn, Geruch, Sprache treten stark in den Vordergrund und werden besonders trainiert. Dadurch wird die Orientierung im Raum durch die Beurteilung von Geräuschen (Boden, Verkehr, Ampeln) und durch den Tastsinn (Stock) erstaunlich verbessert. Gegenstände können durch Ertasten erkannt und zahlreiche Hilfsmittel benutzt werden. 
Bei einer starken Sehstörung oder Blindheit ist die schriftliche Kommunikation erschwert oder nicht mehr möglich. Schriftstücke oder Bücher wurden früher vorgelesen oder von Hilfspersonen geschrieben. Mit der Erfindung der Blindenschrift (Braille-Schrift), Blinden-Schreibmaschinen oder jetzt mit Computern kann der Blinde Schriftstücke selbst lesen, verfassen und korrigieren. Eine Software wandelt digital Schriftstücke oder Bücher in Blindenschrift um.
Louis Braille (1809 - 1852) ist der Erfinder des nach ihm benannten Punktschriftsystems für Blinde, der Braille-Schrift oder kurz der „Braille“.
Uhren, Spiele, Arbeitsgeräte und selbst Arzneimittelverpackungen sind heute mit der Braille-Schrift versehen. Die Entwicklung dieser Punktschrift hat sich als Segen für alle Blinden erwiesen.

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Abb.: Blindenarbeitsplatz in der Telefonzentrale des ZBFS Würzburg


Weitere Exponate und Hintergrundinformation zu diesem Thema finden Sie in der Ausstellung.

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Abb.: Marburger Streifenschreiber Die Blindenschriftstenografiermaschine schreibt auf Rollenstreifen, vor 1980


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Abb.: Marburger Bogenmaschine Die Bogenmaschine schreibt auf normalem Papier (Bogen), vor 1980


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Abb.: Etiketten-Prägemaschine für Blinde 1980

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung