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Abb.: Emaille-Eingangstafel Dienstgebäude Wörthstraße Anfang 20. Jh.


Von der Orthopädischen Versorgungsstelle

zur Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales


Die Geschichte der Versorgungsverwaltung in Würzburg


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Die beiden Weltkriege begründeten den Bedarf an prothetischer Versorgung in großer Stückzahl - kamen doch Millionen von Verwundeten zurück von den Schlachtfeldern und mussten rasch so versorgt werden, dass sie wieder am normalen Zivilleben teilnehmen konnten. Erforderlich waren hier einerseits ästhetische Hilfsmittel, um Entstellungen oder den Verlust von Körperteilen visuell zu überdecken sowie andererseits funktionale Prothesen, die Mobilität und Arbeitskraft zumindest teilweise wiederherstellen konnten.

Während des Zweiten Weltkrieges war die Orthopädische Versorgungsstelle (OVSt) Würzburg der militärischen Verwaltung unterstellt. Das Gebäude der OVSt in der Wörthstraße, heute Georg-Eydel-Straße, brannte nach der Zerstörung Würzburgs am 16.03.1945 vollständig aus. Glücklicherweise waren die Aktenunterlagen ausgelagert und konnten gerettet werden.
Da die Zahl der zu versorgenden Kriegsopfer in den folgenden Jahrzehnten stark abgenommen hatte, erfolgte Anfang der achtziger Jahre die Eingliederung der bis dahin selbstständigen OVSt in das Versorgungsamt Würzburg - jetzt ZBFS - Region Unterfranken. Zu diesem Zeitpunkt gab es Orthopädische Versorgungsstellen auch in München, Nürnberg und Regensburg. 2006 wurden die Orthopädischen Versorgungsstellen in Regensburg und Würzburg zentralisiert. Seit 2018 ist die unterfränkische OVSt für ganz Bayern zuständig.
Im Laufe der Jahrzehnte kamen zu der ursprünglichen Versorgung der  Opfer der Weltkriege noch viele weitere Sozialleistungen zum Aufgabenspektrum des ZBFS hinzu.

Abb.: OVSt-Gebäude April 1951 mit Dienstwagen (VW-Käfer)


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Abb.: Versehrtensport „Ball über die Schnur“ für Amputierte 1969


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Abb.: Modell einer Modularprothese, symbolisch für eine individuelle Versorgung durch das ZBFS auf technologisch-medizinisch aktuellstem Niveau.

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